Schwarzfahren

Schwarzfahren verursacht jährlich viele Kosten, die sich dann in höheren Ticket-Preisen niederschlagen. Dies ist unfair für die zahlenden Fahrgäste. Damit dies möglichst nicht passiert, werden von den Ver-kehrsunternehmmen (SWEG, Hzl, Busunternehmen) und dem Verkehrsverbund TUTicket Fahrkarten-kontrollen durchgeführt. 

Fahrkartenkontrollen

Durch Fahrkartenkontrollen soll sichergestellt werden, dass Personen, die ein öffentliches Verkehrsmittel benutzen, eine gültige Fahrkarte besitzen. Fahrkarten sind grundsätzlich vor Fahrtantritt zu kaufen. Der Fahrgast hat das Ticket bis zur Beendigung der Fahrt aufzubewahren und es dem Personal auf Verlangen unverzüglich zur Prüfung vorzuzeigen oder auszuhändigen. Schüler, Azubis und Studenten haben beim Kauf und während der Fahrt die Pflicht einen entsprechenden Nachweis für die Berechtigung der vergünstigten Ticketgattung mitzuführen (z.B. Schülerausweis, Studentenausweis) und unaufgefordert vorzuzeigen.

Ungültigte Fahrkarten

Fahrkarten, die entgegen den Beförderungsbedingungen und Tarifbestimmungen benutzt werden, sind ungültig und werden eingezogen. Dies gilt insbesondere für Fahrscheine, die:

- nicht vorschriftsmäßig ausgefüllt sind und trotz Aufforderung nicht sofort ausgefüllt werden,

- nicht mit gültiger Wertmarke versehen sind, sofern dieses in den Tarifbestimmungen vorgesehen ist,

- zerrissen, zerschnitten oder sonst stark beschädigt, beschmutzt oder unleserlich sind, sodass sie nicht mehr geprüft werden können,

- eingeschweißt/ einlaminiert werden,

- eigenmächtig geändert oder kopiert sind,

- von Nichtberechtigten benutzt werden,

- zu anderen als zu den zulässigen Fahrten benutzt werden,

- wegen Zeitablauf oder aus anderen Gründen verfallen sind,

- nur in Verbindung mit einem Berechtigungsausweis gelten, der bei der Prüfung nicht vorgezeigt wird.

Erhöhtes Beförderungsentgelt (EBE)

Wird bei einer Fahrscheinkontrolle kein gültiger Fahrschein vorgezeigt, dann ist ein erhöhtes Beförderungsentgelt (EBE) von 60 Euro fällig (dies gilt auch im Falle von mitgeführten Hunden oder Fahrrädern, für die keine gültige Fahrkarte vorgezeigt werden kann). Das EBE wird für die zurückgelegte Strecke erhoben. Für die Weiterfahrt ist ein gültiger Fahrschein erforderlich. Eine Verfolgung im Straf- oder Bußgeldverfahren bleibt davon unberührt. Der Fahrgast ist in jedem Fall verpflichtet, seine Personalien anzugeben und sich auf Verlangen auszuweisen.

Das EBE kann bei manchen Verkehrsunternehmen an das zuständige Personal gegen Quittung entrichtet oder innerhalb einer Woche mittels ausgehändigter Zahlungsaufforderung im TUTicket-KundenCenter  eingezahlt bzw. an das Verkehrsunternehmen (s. Rückseite EBE) überwiesen werden. Ist der Fahrgast nicht bereit oder in der Lage, das erhöhte Beförderungsentgelt sofort zu entrichten, so erhält er vor Ort eine Zahlungsaufforderung. Diese ist innerhalb von 7 Tagen zu bezahlen. Muss der Betrag nach Ablauf einer Woche ab dem Feststellungstag angemahnt werden, so wird ein Bearbeitungsentgelt und Mahngebühren fällig.

Ermäßigtes EBE

Das erhöhte Beförderungsentgelt ermäßigt sich auf 7 Euro, wenn der Fahrgast innerhalb einer Woche ab dem Feststellungstag beim prüfenden Verkehrsunternehmen oder dem Verkehrsverbund TUTicket nachweist, dass er zum Zeitpunkt der Feststellung Inhaber einer gültigen Zeitfahrkarte bzw. eines gültigen Berechtigungsausweises war. Dies gilt nicht für übertragbare Zeitkarten. Das ermäßigte EBE ist innerhalb einer Woche ab Feststellungstag zu entrichten. Bei Versäumnis wird das erhöhte Beförderungsentgelt von 60 Euro erhoben.